Aarauer Kulturpreis 2006 für Emmy Henz-Diémand:

Pianistin – Musikpädagogin – Kulturvermittlerin - Kulturpolitikerin

Der zweite Aarauer Kulturpreis wird an Emmy Henz-Diémand verliehen. Die Stadt Aarau würdigt damit die langjährige erfolgreiche internationale Konzerttätigkeit sowie  das musikpädagogische, kulturvermittelnde und kulturpolitische Engagement der Musikerin Emmy Henz-Diémand.

Emmy Henz-Diémand suchte schon immer nach neuen Musik- und Aufführungsformen und stelle sich stets überzeugt der Auseinandersetzung mit neuer Musik. Die Pianistin liebt die unbekannten Meisterwerke der Klavierliteratur: das nicht Erforschte und selten Gehörte. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die traditionelle Literatur des 20. Jahrhunderts und die Musik unserer Zeit. Sie realisiert immer wieder erfolgreiche Projekte ausserhalb des ritualisierten Konzertbetriebes, arbeitet regelmässig mit Komponisten sowie mit Jazz-Musikern wie Pierre Favre oder Irène Schweizer zusammen.

Emmy Henz-Diémand:
Regional und International
Das Renomée von Emmy Henz-Diémand als Musikerin reicht dabei weit über Aarau und die Schweizer Grenzen hinaus. Zu ihrer internationalen Konzerttätigkeit gehören auch Studioproduktionen, Live-Aufzeichnungen und Direktübertragungen in vielen Radio- und Fernsehstationen in Europa, USA, Südamerika, Australien und Neuseeland. Zahlreiche CD-Produktionen mit Werken von George Crumb, Ernst Widmer, Dieter Schnebel, Velery Voronov, Maria A. Niederberger und Geneviève Calame zeugen von ihrer intensiven Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten unserer Zeit. Über 70 Kompositionen wurden für sie geschrieben und/oder durch sie uraufgeführt.

Emmy Henz-Diémand:
Musikpädagogin, Kulturvermittlerin und -politikerin
Emmy Henz-Diémand verfolgt auch Aufführungskonzepte, die bewusst ein breites Publikum ansprechen; wie zum Beispiel MobilOton (Kleinlaster mit Flügel), mit dem Strassen und Plätze in Konzert-Orte verwandelt werden. Als Musikpädagogin hat Emmy Henz-Diémand das Musikleben in Aarau, im Aargau, und weit darüber hinaus wesentlich geprägt und bereichert. Seit vielen Jahren verfolgt sie eine intensive Lehrtätigkeit in Meisterkursen an schweizerischen und ausländischen Hochschulen. 2005 war sie Mit-Gründerin der „Schweizer Akademie für Musik und Musikpädagogik“, SAMP, in Aarau und engagiert sich noch heute vehement auf kulturpolitischer Ebene  für die Zukunft und den Stellenwert der Musik und der Musikausbildung. Emmy Henz-Diémand hat sich zeitlebens für die Musik, die Ausbildung und die Musikvermittlung eingesetzt – ohne Kompromisse und mit der Bereitschaft „für die Sache“ auch unbequem zu sein. Sie ist eine kritische, hoch geschätzte Aarauer Bürgerin und Musikerin, die seit Jahren die Aarauer Kultur bereichert.

Biografisches zu Emmy Henz-Diémand
Emmy Henz-Diémand wurde 1939 geboren. Sie studierte nach Abschluss ihres Solistendiploms in der Meisterklasse von Yvonne Loriod-Messiaen in Paris. Über 70 Kompositionen wurden für sie geschrieben und/oder durch sie uraufgeführt. Neben diversen Kulturprojekten engagiert sie sich als Nachlassverwalterin für das kompositorische Gesamtwerk des Aargauer-Brasilianers Ernst Widmer, arbeitet in Kulturaustauschprojekten mit Brasilien und Weissrussland, gründete nach dem EWR-Nein die Passages Européens mit Komponist Rolf Liebermann und engagiert sich für die 2005 gegründete „Schweizer Akademie für Musik und Musikpädagogik“ SAMP.

Die Aarauer Kulturpreis Verleihung 2006 findet am 13. September 2006, abends um 19.30 Uhr, im Kultur und Kongresshaus Aarau (KUK) statt. 

 

 

 

 

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