Emmy Henz-Diémand

Emmy Henz-Diémand studierte nach Abschluss ihres Solistendiploms in der Meisterklasse von Yvonne Loriod-Messiaen (Paris).

Die Pianistin liebt die unbekannten Meisterwerke der Klavierliteratur, das nicht Erforschte und selten Gehörte. Schwerpunkte ihrer Arbeit ist die traditionelle Literatur des 20. Jahrhunderts und die Musik unserer Zeit. Sie realisiert immer wieder erfolgreiche Projekte ausserhalb des ritualisierten Konzertbetriebes. Ihre Aufführungen zeichnen sich jeweils durch eine spannende thematische Programmierung aus.  

Zu ihrer internationalen Konzerttätigkeit gehören auch Studioproduktionen, Live-Aufzeichnungen und Direktübertragungen in vielen Radio- und Fernsehstationen in Europa, USA, Südamerika, Australien und Neuseeland. Zahlreiche CD-Produktionen mit Werken von George Crumb, Ernst Widmer, Dieter Schnebel. Valery Voronov, Maria A. Niederberger und Geneviève Calame zeugen von ihrer intensiven Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten unserer Zeit. Über 70 Kompositionen wurden für sie geschrieben oder durch sie uraufgeführt. 

In ihrer Lehrtätigkeit führt Emmy Henz-Diémand Studierende aus ganz Europa zu einem Lehr- oder Konzertdiplom (SMPV). Von 1989 – 1995 hatte sie eine Gastprofessur an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien inne und verfolgt seit vielen Jahren eine intensive Lehrtätigkeit in Meisterkursen an schweizerischen und ausländischen Hochschulen. 

Einige Kulturprojekte der Pianistin sind über viele Jahre aktuell geblieben. Ihre inhaltlichen Ausrichtungen werden im spielerischen Ansatz immer wieder neu definiert, wie z.B. „Interpreten als Auftraggeber“ (eine persönliche Kulturinitiative), „Inspiration Brasil“  (Kulturbegegnung), „Vitamusique“ (Hörwahrnehmung), oder das MobilOton (Kleinlaster mit Flügel), mit dem Strassen und Plätze in Konzert-ORTE verwandelt werden. 

Die Musikerin Emmy Henz-Diémand hält nichts von einem Dasein im Elfenbeinturm. So engagiert sie sich als Nachlassverwalterin für das kompositorische Gesamtwerk des Aargauer–Brasilianers Ernst Widmer, arbeitet in Kulturaustauschprojekten mit Brasilien und Weissrussland, gründete nach dem EWR-Nein mit dem Schweizer Komponisten Rolf Liebermann die Passages Européens und engagiert sich für die 2005 gegründete „Schweizer Akademie für Musik und Musikpädagogik“ (SAMP,Stiftungssitz Aarau).

    

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