Übergabe des 5. Kulturpreises an Max Matter durch den Stadtammann Dr. Marcel Guignard am 26. Juni 2009 im Haus zum Schlossgarten

Bereits zum fünften Mal habe ich die Ehre im Namen des Stadtrates, der Kulturpreiskommission und im Namen der gesamten Aarauer Bevölkerung den Aarauer Kulturpreis zu übergeben. Diese Preisverleihung, die sich nun bereits fest im städtischen Kulturleben etabliert hat, bereitet mir jedes Mal eine besondere Freude. Sie ist ein Zeichen der Wertschätzung der Stadt Aarau nicht nur gegenüber dem Preisträger oder der Preisträgerin – gegenüber diesen sowieso –, sondern gegenüber all den Kultur- und Kunstschaffenden in unserer Stadt. Das vielseitige und vielschichtige Kulturschaffen bereichert Aarau, macht die Stadt lebendig, interessant und attraktiv und verleiht ihr gleichzeitig etwas Liebevolles. Man kann sagen, dass das vielseitige Kulturschaffen zu einem von Aaraus Kennzeichen geworden ist.

Jemand, der diese Vielseitigkeit in seiner künstlerischen Tätigkeit geradezu verkörpert, ist unser diesjähriger Preisträger. Er malt, zeichnet, fotografiert, arbeitet mit Airbrush, Tinteninjektionen und überrascht immer wieder mit innovativen Projekten wie seinen „Kunst am Bau“-Arbeiten. Es ist jemand, der seitdem der Aarauer Kulturpreis ins Leben gerufen wurde, immer wieder auf der Liste der potenziellen Preisträger gestanden hat. Jemand, dessen Wirkungs- und Arbeitsort stets Aarau war, dessen Werke die städtische, aber auch die überregionale Kunstszene immer wieder von Neuen beleben. Sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich ausserordentlich den diesjährigen Kulturpreis an Max Matter zu übergeben.

Max Matter ist in Aarau nicht nur als Künstler bekannt, sondern ebenso als Kantonsschullehrer für bildnerisches Gestalten. Der bzw. die eine oder andere unter ihnen wurden wohl auch von ihm in die Kunst des Zeichnens und Malens oder – wie es heute eben heisst – des bildnerischen Gestaltens eingeführt. Unterrichtete er doch während 32 Jahren in einem Vollzeitpensum an der Alten Kanti. Ja, Beruf und Familie, auch das nimmt Zeit in Anspruch. Es Braucht Energie, kann aber gleichzeitig auch als Energiequelle dienen. So muss es wohl bei Max Matter gewesen sein. Denn über all die Jahre schaffte er ein künstlerisches Gesamtwerk, das sich durch Überregionalität und durch Konstanz auszeichnet. Es kam zu keinen unlogischen Brüchen in seinem Werklauf: Einem Oeuvre, das sich durch seine Wandlungsfähigkeit auszeichnet. Gerade dieser Kontinuität bringe ich grösste Bewunderung entgegen. Als Sohn eines Künstlers habe ich aus der Nähe miterlebt, was es heisst, verschiedene Lebensbereiche und die Kunst unter einen Hut zu bringen. Es ist alles andere als einfach. Und doch ist es möglich! Max Matter, unser diesjähriger Kulturpreisträger, ist der Beweis in Persona:
„Lieber Max, über Jahre gelang es dir, dich zwischen den zwei Polen des freischaffenden Künstlers und des Angestellten frei zu bewegen. Du hast die dabei entstandenen Synergien immer zu nutzen gewusst und hast inhaltliche Überschneidungen stets umgangen. Mit diesem Kulturpreis möchte dir die Stadt Aarau ihre Anerkennung und ihren Dank für dein langjähriges und vielseitiges Kunstschaffen und Wirken in Aarau aussprechen. Ich hoffe – und dabei spreche ich sicherlich im Namen aller hier Anwesenden – , dass du uns auch in Zukunft noch oft mit deinen zahlreichen Ideen und deren Umsetzungen überraschen wirst. Möge dieses Email-Blechschild dich für weitere Projekte inspirieren. Für die bevorstehenden Ausstellungen im Goldenen Kalb und im Kunstmuseum Solothurn wünschen wir dir viel Erfolg und alles Gute.“

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