Sehenswertes
![]() Aargauer Kunsthaus | Aargauer Kunsthaus (Aargauerplatz) | |
![]() Alte Kantonsschule |
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| Altstadt als Ganzes Die erste Stadtmauer (13. Jahrhundert, Gründung durch die Grafen von Kyburg) im Grundriss leicht unregelmässig, umgürtet vier "Stöcke", wie man sie in Aarau nennt. In den Stöcken stehen die Häuser mit der Hauptfassade zur Strasse, im Zentrum der Gevierte liegen Hinterhöfe und Ehgräben. Die Rathausgasse und die Kirchgasse / Kronengasse bilden ein Strassenkreuz. Im 14. Jahrhundert wird die Stadt unter Habsburg erweitert und verstärkt. Heute zeigt sich die Altstadt als gut erhaltenes Stadtzentrum mit weitgehend spätgotischen Häusern. Eine Besonderheit bilden die mehr als 70 reich bemalten Dachuntersichten, welche die Altstadt schmücken. Dank ihnen erhielt Aarau den Namen "Stadt der schönen Giebel". | |
![]() | Bahnhofstrasse Als römisches "Hochgesträss" und "alte Strasse" war dieser Strassenzug längst bekannt, als Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Bahnbau dort der Bahnhof – vorerst etwas abseits der damaligen Stadt – zu stehen kam. In der Folge wurde die Strasse mit Grossbauten (Pestalozzischulhaus, Banken, Post usw.) zur heutigen Bahnhofstrasse aufgebaut. | |
![]() | Gerechtigkeitsbrunnen (Kirchplatz) Justitia-Statue aus Sandstein und Säule aus französischem Kalkstein, von Heinz Henz, Bemalung von Balthasar Fisch, 1643 (Kopie, Original im Stadtmuseum). Brunnentrog aus Mägenwiler Muschelkalk, Sockel aus Granit. Stand ursprünglich im Wegkreuz Rathausgasse – Kronengasse/Kirchgasse; 1905 wegen zunehmendem Verkehr entfernt. | |
![]() | Hauptpost (Bahnhofstrasse 67) Postgebäude am Bahnhofplatz, erbaut 1914-15 von Bracher, Widmer und Daxelhofer (Bern); in monumentalem Neuklassizismus als Spiegelung der klassizistischen Aarauer Tradition "um 1800". Innenausbau modern; in der Schalterhalle "Ikarus", mobile Skulptur aus Holz, Messing, Kupfer und Zinn (Paul Gugelmann, 1986). Hinten auf Seite der Poststrasse "Würfelplastik", Keramikplatten auf Beton (Willy Müller-Brittnau, 1988). | |
Haus zum Schlossgarten (Laurenzenvorstadt 3) Vor 1777 einstöckig als Sommerhaus mit vorgelagertem französischen Garten erbaut, 1792 zur Villa aufgestockt. 1798, als Aarau Hauptstadt der Helvetik und damit erste Hauptstadt der Schweiz wurde, kaufte die Stadt das Haus und stellte es dem Direktorium als Regierungssitz zur Verfügung. Damit wurde das Haus zum "ersten Bundeshaus" der Schweiz. Nach Abzug der helvetischen Behörden verkaufte die Stadt das Haus wieder an Private. 1994 erwarb es die Ortsbürgergemeinde und restaurierte es von Grund auf. Seither beherbergt es im Eingangsgeschoss das "Forum Schlossplatz", eine kulturelle Institution, und im 1. Stock Repräsentationsräume. Im Dachgeschoss weiterhin Wohnnutzung. | ||
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![]() | Landjägerwache (Graben 42, Holzmarkt) Ausserhalb des Oberen Tors (das man seit 1804 nachts nicht mehr schloss) wurde 1821, nachdem im Jahr zuvor der Wehrgraben aufgefüllt worden war, auf dem Fundament des ehemaligen städtischen Waschhauses die Landjägerwache mit ihrer klassizistischen Hauptfassade gebaut. | |
![]() | Laurenzenvorstadt Als einziges Element aus dem "Plan d'Agrandissement de la Commune d'Aarau" von Daniel Osterrieth aus der Zeit der Helvetik von 1798, wurde einzig die Laurenzenvorstadt fast 20 Meter breit als Repräsentationsstrasse angelegt und mit dem Bau der nördlichen Häuserzeile (Neue Häuser) begonnen. Diese grosszügigen, geräumigen Häuser wurden wenig später fertiggestellt und sind ein Beispiel dafür, wie die Osterriethsche Stadterweiterung ausgesehen haben könnte. | |
![]() | Markthalle Färberplatz Ein der Stadtstruktur folgender moderner Holzbau mit geknicktem Körper. Erbaut 2001/02 durch Quintus Miller & Paola Maranta, Basel. Die Halle steht auf dem Gebiet der habsburgischen Stadterweiterung des 14. Jahrhunderts, bzw. dem Standort früher Industrie (1888/90 erstes Aarauer Elektrizitätswerk). In ihrer Gestalt erinnert sie an die Räume mittelalterlicher Korn- oder Zeughäuser. Dank der eng nebeneinander gestellten, lammellenartigen Stützen ergibt sich die Wechselwirkung eines von offenen und geschlossenen Raumes. Der Bau wurde mit dem Aargauer Heimatschutzpreis 2002 ausgezeichnet. | |
![]() Kath. Kirchgemeinde | Meyer-/Feer-Gut; Kath. Pfarrhaus mit Kirche (Laurenzenvorstadt 80) Herrschaftliche Villa, erbaut 1795-97 von Daniel Osterrieth für den Industriellen Johann Rudolf Meyer (Sohn). Der Architekt verwendete zwei ganz verschiedene Gestaltungsweisen: gegen die Laurenzenvorstadt hin betonte Schlichtheit, gegen den Garten hin spätbarockes kühles Pathos, das bereits den kommenden Klassizismus des frühen 19. Jahrhunderts erahnen lässt. Seit 1939 Römisch-katholisches Pfarrhaus. Dahinter, anstelle des früheren Parks und der dahinterliegenden Fabrik die römisch-katholische Kirche St. Peter und Paul, eingeweiht 1942, Betonbau von Werner Studer. | |
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Meyersche Stollen Die Meyerschen Stollen im Untergrund von Aarau befinden sich zwischen Mühlemattstrasse und Bachstrasse einerseits und zwischen Kreuzplatz und Kaserne andererseits. Die Ende des 18. Jahrhunderts erstellten Stollen belieferten die zwischen der Post- und der Feerstrasse gelegenen Seidenfabriken des Johann Rudolf Meyer mit Wasser zur Energiegewinnung mit einem Wasserrad. Die rund 1600 m langen begehbaren Stollen befinden sich auf drei verschiedenen Ebenen, wobei sich die Unterste ca. 17 m unter dem heutigen Geländeniveau liegt. Innerhalb des Stollensystems kommt dem Labyrinth im Gebiet zwischen dem römisch-katholischen Pfarrhaus mit Kirche und der Hauptpost sowie zwischen der Hauptpost und der Hinteren Bahnhofstrasse eine zentrale Funktion zu. Die Kammer mit dem Wasserrad von fast 10 m im Durchmesser wurde mit dem Erweiterungsbau des Postgebäudes 1985 leider zerstört. Die Meyerschen Stollen stellen für Aarau ein industrie-archäologisches Zeugnis dar. Es werden Führungen angeboten. Interessante Fotoaufnahmen, wie auch planliche und technische Details über die Stollen stehen zudem im Geografischen Informationssystem der Stadt Aarau zur Verfügung. Weitere ausführliche Informationen und Angebote für Stollenführungen finden Sie unter www.meyerschestollen.ch, der Website der Interessengesellschaft Meyersche Stollen. | |
![]() Naturama | Naturama (Bahnhofplatz, Ecke Bahnhofstrasse/Feerstrasse) Altbau 1920-22 als Naturhistorisches Museum von Hans Hächler, Baden, für die Naturforschende Gesellschaft des Kantons Aargau erbaut. 1999-01 Anbau eines neuen Museumstraktes durch Arthur Rüegg, Zürich. Eine vollständig neue, nach modernen Gesichtspunkten gestaltete Ausstellung macht den Museumsbesuch für Junioren und Senioren, Familien und Schulklassen zum ganz besonderen Erlebnis. Auf drei Stockwerken lernen Sie den Lebensraum Aargau mit ganz neuen Augen zu sehen! | |
![]() | Obere Mühle (Bahnhofstrasse 5/7) Erbaut 1608 als Getreidemühle, mit Antrieb durch den Stadtbach, dessen Wasser in einem hölzernen Känel die heutige Bahnhofstrasse überquerte. Aufgestockt 1694, wurde hier 1893 das erste städtische Elektrizitätswerk ("Kraftstation" genannt) eingerichtet, mit einer Turbine an Stelle des ursprünglichen Wasserrades. Ein grosses, gediegenes spätgotisches Bürger- und Gewerbehaus, das allerdings mit seinem polygonalen Treppenturm schon fast ein kleines Schlösschen darstellt. | |
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| Regierungsgebäude mit Grossratsgebäude (Aargauerplatz) Der Mitteltrakt des Regierungsgebäudes entstand 1739 als barockes, herrschaftliches Palais der Familie Rothpletz, später Gasthof zum Löwen. Nach der Kantonsgründung von 1803 erwarb die Regierung 1807 das Haus und liess es um- und anbauen (Bauzeit 23 Jahre), so dass daraus das klassizistische Regierungsgebäude mit dem grosszügigen Treppenaufgang wurde. Axial dahinter wurde das Grossratsgebäude, im Gegensatz zum Regierungsgebäude in nur zwei Jahren und aus einem Guss gebaut. Mit dem theatralischen Halbrund des Grossratssaals stellt das im Inneren weitgehend schmucklose Haus ein Schlüsselwerk des bürgerlichen Klassizismus im Aargau dar. | |
![]() Roggenhausen | Roggenhausen Auf dem Gebiet des alten Steckhofes "Roggenhusen", westlich der Stadt Aarau, ist der Wildpark Roggenhausen in dem gleichnamigen Tal gelegen und entlang des Roggenhausenbaches in ein weitherum seltenes Naturidyll eingebettet. Das gesamte Parkareal mit allen Tiergehegen umfasst eine Fläche von ungefähr 15 Hektaren. Der Wildpark wurde 1903 gegründet und ist eines der bedeutendsten regionalen Naherholungsgebiete der Region. Er ist das ganze Jahr hindurch täglich geöffnet und unentgeltlich zugänglich. Im Wildpark gelegen ist auch das gleichnamige Restaurant mit grosser Gartenwirtschaft und attraktivem Kinderspielplatz. | |
![]() | Sauerländerhaus (Laurenzenvorstadt 89) 1831-34 für den Verleger und Buchdrucker Heinrich Remigius Sauerländer gebautes grosszügiges spätklassizistisches Wohn- und Geschäftshaus. | |
![]() | Säulenhaus (Laurenzenvorstadt Nr. 107) 1838 für Gottlieb Frey-Fischer von Baumeister Henmann, Brugg, in reifem Klassizismus erbautes Wohnhaus mit Tempelfront aus vier dorischen Säulen unter ungegliedertem Architrav und Giebeldreieck. Heute im Besitz des Kantons Aargau. | |
![]() Stadtmuseum |
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| Städtisches Rathaus mit dem Turm Rore (Rathausgasse 1) Der älteste Teil des Rathauses ist der aus dem 13. Jahrhundert stammende Turm Rore, die "Burg in der Stadt". Dieser war ursprünglich ein Lehen der Grafen von Kyburg und ein sog. Freihof, der nicht der städtischen Gerichtsbarkeit unterstand und von der Stadt mit Mauer und Graben getrennt war. Ab 1515 wurde die kleine Burg kontinuierlich zum Rathaus umgebaut und seither um ein Mehrfaches erweitert. Heute noch Sitz der Stadtverwaltung. An der Ecke zum Zollrain die Bronzeplastik "Fährmann" von Alexander Zschokke (1955). | |
![]() Stadtbibliothek | Stadtbibliothek (Graben 15) Im herrschaftlichen Barockhaus der Familie Frey aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert wurde 1970 die Stadtbibliothek untergebracht, seither ist das Haus restauriert und in seiner vollen Grösse für die Belange der Bibliothek eingerichtet worden. Die Stadtbibliothek Aarau ist heute das Medienhaus für Stadt und Region Aarau. | |
![]() | Stadtführungen Besucher und Besucherinnen erleben auf einer der verschiedenen Entdeckungsreise Aarau aus den verschiedensten Perspektiven: Aarau historisch und modern, Aarau von oben, Aarau kulinarisch oder per Fahrrad. Rundgänge unter fachkundiger Leitung können unter bei aarau info gebucht werden. | |
![]() Ref. Kirchgemeinde | Stadtkirche (Kirchplatz) In den Jahren 1471-77 wurde die heutige Kirche anstelle eines kleineren Vorgängerbaus neu errichtet. Die Steine, meist von der abgebrochenen Burg Obergösgen, wurden auf der Aare herbeigeschafft. Werkmeister Gisel übernahm für den Neubau das Schema der Klosterkirche von Königsfelden. Nach der Reformation von 1528 wurden die 12 Altäre entfernt und die Bilder verbrannt. 1965/66 wurde das Gotteshaus in ursprünglicher Schlichtheit restauriert. | |
![]() | Telliring Ab 1802 (Gründungsjahr der Kantonsschule) wird dieser kreisrunde Platz, mit Bäumen umgeben und mit einer Eingangsallee, als erste Turnanlage der Stadt – und wahrscheinlich der ganzen Schweiz – planmässig angelegt. Es ist ein Denkmal der aufklärerischen Bildungskultur des frühen 19. Jahrhunderts. Hier wurde 1832 von der akademischen Jugend der Schweiz der Schweizerische Turnverein (später Eidgenössischer Turnverein ETV, heute Schweizerischer Turnverband STV) gegründet. Der Platz wurde später auch als Versammlungs- und wird noch heute als Festplatz genutzt. | |
![]() | Wehrmänner-Denkmal (Holzmarkt) Bronzeplastik von Ernst Suter (1949) auf Sockel aus Mägenwiler Muschelkalk. Monumentale Männergestalt in Abwehrhaltung, zur Erinnerung an die Grenzbesetzungen der beiden Weltkriege. Inschriften: "Der Aargau seinen Soldaten, 1914-18 und 1939-45" und auf der Rückseite: "Den schützt die Freiheit nur, der sie beschützt". Steht an der Stelle eines 1919 errichteten Soldatendeknmals (F. Oboussier), das sich heute auf dem städtische Friedhof befindet. | |
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| "Wellenbrecher" (Bachstrasse 15) Zwar heisst dieses Bauwerk offiziell "Wohn- und Geschäftshaus Behmen II", aber der Volksmund geht manchmal andere Wege. Das imposante und auffällige Gebäude über den Portalen der beiden Stadttunnels wirkt indessen, hauptsächlich von den Bahnperrons gesehen, mit denen es durch Treppen verbunden ist, durchaus "schnittig". Es steht für die Neugestaltung des ganzen Bahnhofareals und konnte 2003 bezogen werden. Es beherbergt unter anderem das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) des Kantons Aargau. Architekten: Stefan Baader, Basel. | |































