Wettbewerb Kunst am Bau Binzenhof Aarau

Die Ortsbürgergemeinde der Stadt Aarau plant die Realisierung einer künstlerischen Intervention zum Thema Kunst am Bau im Zusammenhang mit dem Stallneubau Binzenhof Aarau. Interessierte Künstlerinnen und Künstler konnten sich für den Ideenwettbewerb bewerben. Ausgewählt wurde das Projekt «ZeitaufWand» von Max Matters.

Die Orstbürgergemeinde der Stadt Aarau besitzt im Südwesten der Stadt einen Landwirtschaftsbetrieb. Das Schwergewicht der Bewirtschaftung bildet die Milchviehaltung mit Futter- und Ackerbau. Zurzeit werden die alten Ökonomiegebäude durch einen neuen Milchviehstall, einen Hofladen mit Verarbeitungsraum sowie durch einen neuen Pferdestall ersetzt. Der Ortsbürgergemeinde ist es ein Anliegen, dass die Einwohner/-innen von Aarau sowie die Aarauer Schulen einen Einblick in die aktuelle Landwirtschaft erhalten. Deshalb sind alle Besucher/-innen gerngesehene Gäste auf dem Betrieb und im Stall. Die Ortsbürgergemeinde hat sich entschlossen, mit einem zweckgebundenen Legat von 25'000 Franken, ein Auswahlverfahren und die Realisierung einer künstlerischen Intervention, im Zusammenhang mit dem Neubau des Milchviehstalls auf dem Binzenhof, durchzuführen.

Projekt «ZeitaufWand»

Für die Entscheidungsfindung beim Ideenwettbewerbs und die Projektrealisierung waren Kriterien wie die künstlerische Idee, die Wahrnehmung für Besucher/-innen, der Bezug zum Binzenhof, ein möglichst geringer Unterhalt, eine minimale Wartung sowie die Realisierbarkeit ausschlaggebend.  Die Jury, unter der Leitung von Stadtoberförster Christoph Fischer, wählte das Projekt «ZeitaufWand» von Max Matter aus. Am neuen Milchstallgebäude sollen 289 rote, kreisrunde Aluminiumscheiben aufgeschraubt werden, welche ein fortlaufendes Muster bilden. Die Anzahl der Plakettscheiben entspricht der Anzahl Binzenhof-Jahre seit der ersten Erwähnung 1728 bis 2016. Die Ecke des Stallgebäudes bildet die Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Gegenwart und auf der Nordwestfassade wird eine erste Plakettscheibe für das Jahr des Stallneubaus 2017 montiert. Auf dieser Seite wird jedes Jahr eine weitere Scheibe montiert, allenfalls an einem speziellen Tag. So wird die das Kunstwerk ständig weiterwachsen.

Die Idee von Max Matters wird besonders durch zwei Elementen inspiriert: den Geranienschmuck, welcher nicht nur eine dekorative Funktion hat, sondern seit dem 18. Jahrhundert gegen den Güllengeruch eingesetzt wurde durch die Wände mit Stallplaketten, welche an die Prämierungen von Tieren oder an Preise erinnern. Die künstlerische Intervention soll bis zur geplanten Fertigstellung des Bauvorhabens im Oktober 2017 realisiert werden.

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