Klimapreis
Der Aarauer Klimapreis wird jährlich vergeben. Mit dem Klimapreis will der Stadtrat für Themen Ökologie, Energie, Klima, Konsum sensibilisieren und diese ins Bewusstsein der Aarauerinnen und Aarauer rücken. Ziel des Preises ist es, eine speziell innovative Leistung, ein umfangreiches Projekt zu würdigen, ein ausserordentliches Engagement im Bereich Nachhaltigkeit zu loben oder einen Wettbewerb mit einem öffentlichen Voting oder mit einer Jury zu lancieren.
Klimapreis 2025: öffentlichkeitswirksame Staudenrabatte
Der Klimapreis 2025 wurde am 4. Dezember 2025 an die Stiftung Heimgärten Aargau vergeben.
In diesem Jahr wurden Gartenunternehmen aus Aarau und Umgebung eingeladen, besonders gelungene und öffentlichkeitswirksame Flächen für den Klimapreis 2025 zu nominieren. Unter den eingereichten Vorschlägen überzeugte insbesondere die Rabatte an der Zschokkestrasse: Die von der Dinkel Garten AG gestaltete und umgesetzte Pflanzfläche bietet mit trockenheitsliebenden Pflanzen, integrierten Totholz- und Steinstrukturen sowie einem Vogelhaus einen artenreichen Lebensraum für diverse Tier- und Pflanzenarten.
Die einheimische Staudenrabatte der Stiftung Heimgärten Aargau zeigt damit vorbildlich, wie selbst kleine Flächen erheblich zur ökologischen Aufwertung beitragen können.

Klimapreis 2024: Stadt Aarau zeichnet 13 Gastronomiebetriebe aus
Am 16. Dezember 2024 wurde in Aarau der Klimapreis 2024 verliehen. Der Preis ging an 13 Aarauer Gastronomiebetriebe, die sich aktiv an der Aktion «Klima à la carte» beteiligt haben. Die Auszeichnung wurde in einem feierlichen Rahmen im Rathaus von Vize-Stadtpräsident Werner Schib überreicht.
Aarau geniesst klimafreundlich mit "Klima à la carte"
Die teilnehmenden Betriebe boten im Rahmen der Aktion «Klima à la carte» vom 13. bis 22. September 2024 spezielle Klima-Menüs an. Diese Menüs zeichneten sich durch ihren Fokus auf pflanzliche Rohstoffe und die Verwendung von Lebensmitteln aus, die vor Foodwaste bewahrt wurden. Ziel der Aktion war es, den Klimaschutz genussvoll erlebbar zu machen und gleichzeitig Bewusstsein für nachhaltige Ernährung zu schaffen.
Besonders erfreulich ist, dass viele Betriebe signalisiert haben, auch bei der nächsten Durchführung von «Klima à la carte» im Juni 2025 wieder mitmachen zu wollen.
Warum ist klimafreundliche Ernährung wichtig?
Ernährung verursacht pro Person und Jahr rund zwei Tonnen CO2-Emissionen, wobei tierische Produkte und Foodwaste einen grossen Anteil daran haben. Aktionen wie «Klima à la carte» zeigen, dass es auch anders geht: Mit kreativen und nachhaltigen Gerichten wird nicht nur der Klimaschutz gefördert, sondern auch Genuss und Vielfalt in den Mittelpunkt gestellt.
Die ausgezeichneten Gastronomiebetriebe 2024
Die folgenden Betriebe haben mit ihren innovativen Klima-Menüs einen Beitrag zum Klimaschutz geleistet:
BYRO Aarau (Rathausgasse 8): Bekannt für vegetarische und saisonale Gerichte.
Gasthof zum Schützen AG (Schachenallee 39): Ein Familienbetrieb mit Angeboten für alle.
Lockentopf (Zwischen den Toren 18): Wechselnde Mittagsteller in einzigartiger Location.
Pflegeheim Golatti (Golattenmattgasse 37): Charmantes Golatti-Kafi mit familiärer Atmosphäre.
Piccanto Berufsschule Aarau (Tellistrasse 58): Schulrestaurant mit klimafreundlichen Menüs.
Rebecca kocht (Badergässli 10): Nachhaltig, naturfreundlich und fair.
Restaurant DAO (Bahnhofplatz 3c): Asiatische Küche mit regionalem Touch.
Restaurant Mürset AG (Schachen 18): Französische Spezialitäten und Schweizer Klassiker.
Restaurant Schützenhaus (Aarenaustrasse 1): Regionale und saisonale Schweizer Küche.
Solarmarkt GmbH (Neumattstrasse 30): Kreative Menüs in der Mitarbeiterkantine.
Restaurant Speck (Zollrain 10): Sorgfalt bei jedem Gericht.
tibits Aarau (Bahnhofstrasse 43): Über 40 vegetarische und vegane Leckerbissen.
Restaurant Zollhuus (Zollrain 16): Hochwertige Fleischgerichte sowie vegane und vegetarische Alternativen.
Mehr erfahren und selbst aktiv werden
Die Aktion «Klima à la carte» wurde von der Stadt Zürich entwickelt und wird inzwischen in mehreren Städten durchgeführt. In Aarau arbeiten die teilnehmenden Betriebe mit der Stadt Aarau, der Standortförderung Aarau und dem WWF Aargau zusammen, um Klimaschutz auf die Speisekarte zu bringen.
Unter www.aarau.ch/klimaalacarte finden Sie weitere Informationen und praktische Vorschläge für eine nachhaltigere Ernährung.

Klimapreis 2023: das vorbildliche Mobilitätskonzept
Den Klimapreis 2023 der Stadt Aarau erhielt die AEW Energie AG für ihre vielseitigen Massnahmen, die den Weg zu einem fortschrittlichen und nachhaltigen Mobilitätsmanagement ebnen. Die AEW Energie AG überzeugt besonders in den Aspekten der Vorbildlichkeit und der Massnahmenvielfalt. Zu den bereits umgesetzten Massnahmen gehören unter anderem der Einsatz von Pool-Fahrzeugen oder die Bereitstellung von Sharing-Velos, die ausserhalb der Öffnungszeiten auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Eine Übersicht der bereits umgesetzten oder sich in Prüfung befindenden Massnahmen und Handlungsfelder kann der untenstehenden Abbildung (unterhalb des Fotos) entnommen werden. Die Verleihung fand am Freitag, 26. Januar 2023, im Rathaus Aarau statt.

V.l.: Nicola Ruch (Leiter Geschäftsentwicklung AEW Energie AG), Werner Schib (Stadtrat) und Marc Ritter (CEO AEW Energie AG)

Klimapreis 2022: der klimaangepasste Garten
Den Klimapreis 2022 der Stadt Aarau gewinnen Verena Dübendorfer und Roland Delz für den klimaangepassten Garten. Die Verleihung fand im Rahmen der Feier zur Verabschiedung der städtischen Klimaanpassungsstrategie am Samstag, 29. Oktober 2022, im Stadtteil Rohr statt. Weitere Informationen finden Sie hier.
Klimapreis 2021: Blutbuche gewinnt
Um die Wichtigkeit und die Bedeutung der Bäume für das Stadtklima zu unterstreichen, geht der diesjährige Klimapreis an den schönsten Baum in Aarau. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Die Blutbuche im Garten des Chinderhuus wurde als Gewinner-Baum ausgewählt.
Die Wettbewerbs-Jury, bestehend aus Max Jaggi, Leiter Stadtgrün, Roger Wirz, Stadtförster, Michael Rabe, Fachspezialist Freiraumplanung und Lisa Kaufmann, Projektleiterin Umwelt, hat aus 12 Wettbewerbs-Einsendungen, die Blutbuche im Garten des Chinderhuus an der Konradstrasse, zur Gewinnerin des Klimapreises 2021 erkoren.
Zwei ineinander verwachsene Bäume zeichnen die etwa 170 Jahre alte Blutbuche aus. Sie hebt sich durch ihre Wuchsform und Wurzeln ab. Der rund 25 Meter grosse Baum weist einen Stammumfang von 5,38 Meter auf. Der Baum ist Nahrungsquelle und Lebensraum für heimische Vögel, die im dichten Geäst und Laub der Buche nisten. Eichhörnchen, Mäuse, Insekten oder die Larven von Insekten ernähren sich von den herabfallenden oder noch hängenden Bucheckern.
Die Jahreszeiten werden durch die Blutbuche besonders intensiv wahrgenommen. Sie bietet den Kindern des Chinderhuus im Sommer Schatten und Kühle, im Herbst viel Laub zum Spielen und Früchte zum Basteln. Die Jahreszeiten werden dank der Blutbuche besonders intensiv wahrgenommen. Mit ihren mächtigen Wurzeln ist die Blutbuche Sinnbild für Schutz und Raum für die Entwicklung der Kinder, die grossen und kleinen Äste stehen für all die Verbindungen, Vernetzungen und Verknüpfungen, welche hier unter ganz vielen Kindern entstanden sind und noch entstehen.
Die Stadt Aarau bedankt sich bei allen Wettbewerbsteilnehmenden für die Einsendungen.
Klimapreisträgerin 2021: Blutbuche im Garten des Chinderhuus
Hier gelangen Sie zu den Wettbewerbseinsendungen für den Klimapreis 2021
Klimapreis 2020

Im Rahmen des Klimapreis 2020 wurde unter den vom städtischen Förderprogramm (Link Förderprogramm) unterstützetn energetischen Sanierungen ein vorbildliches Projekt ausgewählt.
Die schlichte Gartenstadt-Architektur mit zeittypischen architektonischen Elementen und stimmigen Proportionen ist trotz «dickem Mantel» erhalten geblieben. Prägende Details, wie z.B. die Fenstergewände, sind sorgfältig nachgebildet und die Indach-Solaranlage vollflächig in die verspielte Dachform integriert. Der Materialausdruck der «Solarziegel» ist zwar ein ganz anderer als derjenige von Tonziegeln, die einheitliche Eindeckung des ganzen Daches ist aber entscheidend für den positiven Gesamteindruck eines respektvollen Umgangs mit dem Bestand.
Neben der eindrücklichen Reduktion der Betriebsenergie konnte mit dem Erhalt eines grossen Anteils der Bausubstanz nicht nur viel graue Energie bewahrt werden – durch die sorgfältige aber angemessene architektonische Transformation bleibt auch ein Stück Baukultur erhalten.
Bauprojekt
Einfamilienhaus des Eigentümers Philippe Kühni, Barbaraweg 1, 5000 Aarau. Baujahr 1928.
Grobbeschreibung Projekt
Das Einfamilienhaus am Barbaraweg 1 in Aarau wurde innerhalb von 4 Jahren zu einem energetisch vorbildlichen Gebäude saniert. Die alte Gasheizung wurde durch eine Erdsonde-Wärmpumpe ersetz und eine integrierte PV Anlage wurde montiert. Die Gebäudehülle (Keller, Dach, Aussenwände) wurde saniert und die Fenster ersetzt. Alte und ineffiziente Haushaltsgeräte wurden ausgetauscht. Bei der Sanierung wurde darauf geachtet, dass die architektonischen Besonderheiten des Gebäudes erhalten bleiben.
Finanzierung
Das Investitionsvolumen für die Sanierungen betrug circa 500'000 Franken. Fördergelder (Stadt Aarau, Kanton Aargau und Bund) in Höhe von 58'000 Franken (Gebäudeprogramm, Einmalvergütung und städtisches Förderprogramm) haben einen Teil der Investitionen gedeckt. Die Finanzierung erfolgte mithilfe einer Green Hypothek der Aargauischen Kantonalbank.
Partner
GEAK Plus: Energieberatung Eniwa
Erdsonde: Hans Barmettler + Co. AG, Moosleerau
PV Anlage: Helion Solar, Zuchwil
Dachsanierung und Spenglerarbeiten: Aschwanden AG, Aarau
Gebäudehülle: Gipser Steiner AG, Rupperswil
Architekt: BW Innenarchitektur AG, Schöftland
Chronologische Beschreibung der Sanierung

Motivation für die Sanierung
Die Motivation für die Sanierung war zum einem der Wunsch nach einem grösseren Wohnkomfort. Im Winter waren die Aussenwände sehr kalt, dies war auch in Bezug auf die Schimmelbildung problematisch. Durch die fehlende Dachisolierung war immer ein leichter Luftzug im Haus spürbar. Eine weitere Motivation war ein Beitrag zum Klimaschutz. Das Haus brauchte alleine für die Heizung gegen 80'000 kWh Gas. Deshalb wurde auch als erstes die Gasheizung durch eine Erdsonden-Wärmepumpe ersetzt. Obwohl der Wärmebedarf weiterhin gross war, wurde die Wärme nun umweltfreundlich gewonnen. Auch der Wert des Hauses sollte erhalten bzw. gesteigert werden und die Nebenkosten reduziert werden. Von ehemals 80'000 kWh Gasverbrauch mit jährlich rund 8'000 Franken Kosten, betragen die Nebenkosten inklusive Strom für alles andere noch ein paar hundert Franken pro Jahr.
Herausforderung
Aus Sicht des Eigentümers war die Finanzierung die grösste Herausforderung. Auch wenn die Investitionen werterhaltend oder sogar wertsteigernd sind und die Nebenkosten ganz erheblich reduziert werden, müssen die Tragbarkeitskriterien der Bank erfüllt werden. Mit dem Green Bond der AKB wurde die Finanzierung möglich. Ein weiteres Problem war, dass nur wenige geeignete Unternehmen gefunden wurden, die so komplexe Sanierungen überhaupt durchführen können. Dies wurde gelöst, indem der Eigentümer selbst viel Zeit investiert hat, sich mit verschiedenen Umsetzungslösungen auseinanderzusetzen und diese mit dem Architekten und mit den Unternehmern diskutiert wurden.
Persönliche Erfahrungen und Empfehlungen von Herrn Kühni für zukünftige Bauherrschaften:
"Wenn die finanziellen Möglichkeiten beständen hätten, um die Sanierung in einem Schritt zu machen, wäre die Sanierung kostengünstiger gewesen. Beispielsweise hätte die Wärmepumpe direkt kleiner dimensioniert werden können. Die Investitionen für solch eine Sanierung sind ziemlich hoch. Auch wenn es sich über die Jahre lohnt. Entsprechend sollte man sich früh mit der Finanzierung auseinandersetzen und das Gespräch mit der Bank suchen. Viele Banken haben mittlerweile besondere Produkte für die Finanzierung von energetischen/ökologischen Sanierungen im Angebot. Bei der Planung ist es ebenfalls empfehlenswert, sich Hilfe beizuziehen. Sei es mit einem GEAKplus, der eine gute Übersicht gibt, oder auch später mit einem Architekten und erfahrenen Unternehmern."
Haus Original 2016 [jpg, 2.9 MB]
Haus nach Sanierung [jpg, 2.2 MB]