Bestellaktion Wildsträucher
Im Jahr 2025 widmete sich die Kommunikationskampagne Weitsicht dem Thema Biodiversität. Deshalb startete die Stadt Aarau erstmals eine Bestellaktion für einheimische Wildsträucher für alle Aarauerinnen und Aarauer.
Einheimische Wildsträucher sind an unsere regionalen Bedingungen angepasst und leisten einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt. Sie bieten Lebensraum und Nahrung für Vögel, Insekten und Kleinsäuger – und erfreuen uns gleichzeitig mit farbenprächtigen Blüten, schmackhaften Beeren und dichtem Laub als natürlichen Sichtschutz. Ein Gewinn für Mensch und Natur!
Die Bestellfrist für Wildsträucher ist am 31. August 2025 abgelaufen - am 8. November wurden über 1900 Sträucher an rund 280 Teilnehmende abgegeben. Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und freuen uns bereits jetzt über mehr Grün in Aarau.
INFORMATIONSMATERIAL & UMSETZUNGSTIPPS
Informieren Sie sich über die verfügbaren Wildsträucher betreffend Standort und weiteren Ansprüchen:
- Allgemeine Informationsbroschüre mit Hinweisen zur Pflanzung und Pflege von Wildsträuchern
- Wildsträucherporträts der bestellbaren Arten mit Bildern, Standortempfehlungen und praktischen Tipps
- Pflanzanleitung mit spezifischen Hinweisen zur korrekten Einpflanzung
Zusätzliche Informationen und Tipps zur Umsetzung:
- Kleinere Wildsträucher
- Grössere Wildsträucher
- Saumpflanzen bei normalen Böden
- Saumpflanzen bei mageren, kalkhaltigen Böden für zusätzlichen Lebensraum für Kleintiere und eine gute Integration der Wildsträucher in der Umgebung
- Leitfaden für Naturnahe Umgebung zur Anregungen zur naturnahen Gartenplanung, verschiedenen Lebensräumen und Strukturelementen im
- Weitere Merkblätter zur naturnahen Gestaltung finden sie hier: Gestaltung Aussenräume
KOSTENLOSE GARTENBERATUNG
Nutzen Sie ausserdem die kostenlose Gartenberatung im Rahmen des Projekts «NATUR FINDET STADT»! Dieses Angebot steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt Aarau weiterhin zur Verfügung.
Die bestellbaren Arten sind zudem hier aufgelistet:
Berberitze, Gemeine
Botanischer Name: Berberis vulgaris
Aussehen: Bis 2 m hoher Strauch, mittelschnell und sehr dicht wachsend, feinstachelig, als Formhecke geeignet
Blüte: gelbe Blütentrauben von Mai bis Juni
Frucht: kleine, rote Beeren ab September, geniessbar u.a. für Kompott, Gelee, Saft
Pflege: Sehr schnittverträglich, auslichten nach Bedarf
Standort: Wärmeliebend, sonnige bis halbschattige Standorte; kalkreiche, stickstoffarme Böden
Ökologischer Wert: Pollen und Nektar für Wildbienen, Hummeln, Fliegen; Früchte als Nahrung für Vögel und Säugetiere; Deckung für Kleinsäuger und Vögel

Eibe
Botanischer Name: Taxus baccata
Aussehen: 6 - 8 m hoher, aufrecht und breit wachsender Strauch oder Kleinbaum, wintergrün, langsam wachsend, auch als Formhecke geeignet
Blüte: Grünliche, unscheinbare Blüten
Frucht: Leuchtend rote Beeren, giftig
Pflege: Sehr schnittverträglich, kommt wegen langsamem Wachstum auch gut ohne Pflegeschnitte aus
Standort: Sonnige bis schattige Standorte; bevorzugt nährstoffreichen Boden
Ökologischer Wert: Früchte für Vögel und Säugetiere
Giftigkeit: Alle Pflanzenteile sehr giftig (Ausnahme: Fruchtfleisch ohne Samen)

Faulbaum
Botanischer Name: Frangula alnus
Aussehen: 3 bis 7 m hoher, aufrechter Kleinbaum mit schlanker Krone, schnellwachsend; frische Rinde riecht faul, wenn sie leicht angeritzt wird
Blüte: Weissliche Blütenbüschel von Mai bis Juni
Frucht: Zuerst grüne, dann rote, dann schwarze, beerenähnliche Früchte (giftig) ab August
Pflege: Kaum Pflege nötig; junge Pflanzen bei längeren Trockenzeiten wässern; nach Bedarf auslichten
Standort: Anspruchslos; sonnige bis schattige Standorte; erträgt auch staufeuchte und nasse, nährstoffarme Standorte
Ökologischer Wert: Blätter als Raupennahrung (Zitronenfalter, Faulbaum-Bläuling); Nektar für Wildbestäuber; Früchte für Vögel und Säugetiere
Giftigkeit: Alle Pflanzenteile giftig

Feldahorn
Botanischer Name: Acer campestre
Aussehen: Sparriger, mehrstämmiger Strauch, als Formhecke geeignet, oder als Baum 10 - 15 m hoch, langsam wachsend; intensiv gelbe oder rote Herbstfärbung
Blüte: grüliche, unscheinbare Blütenstände im Mai
Frucht: «Propeller», ungeniessbar
Pflege: Junge Pflanzen bei anhaltender Trockenheit wässern; sehr schnittverträglich
Standort: wärmebedürftig, sonnige bis halbschattige Standorte; mässig trockene bis frische, lockere, basen- und kalkreiche Lehmböden
Ökologischer Wert: Blüte als Nektar für Wildbienen und Schmetterlinge; Nistplatz für Vögel

Haselstrauch
Botanischer Name: Corylus avellana
Aussehen: Bis 6 m hoher Strauch; wächst schnell und sparrig
Blüte: Männliche Blüten als stark staubende «Kätzchen», weibliche Blüten unscheinbar
Frucht: Haselnüsse für Direktverzehr und diverse Anwendungen, reif ab August bis Oktober
Pflege: Alle zwei bis drei Jahre auslichten: ca. 1/3 der ältesten Haupttriebe herausschneiden; Stockschnitt möglich
Standort: Sonnige bis halbschattige Standorte (auch schattenverträglich)
Ökologischer Wert: Blätter für Käfer und Raupen; Nektar für Wildbienen; Früchte für Käfer, Vögel, Säugetiere

Kornelkirsche / "Tierlibaum"
Botanischer Name: Cornus mas
Aussehen: Bis 6 m hoher, locker verzweigter Wildstrauch/kleiner Baum, langsam wachsend, geeignet als Formhecke
Blüte: Gelbe Blüten von Februar bis April (blüht bevor die Blätter spriessen)
Frucht: Kirschenähnliche, rote, fleischige Steinfrucht ab August, geniessbar als Kompott oder Konfitüre
Pflege: Rückschnitt nach Bedarf; sehr schnittverträglich; Stockschnitt bei älteren Exemplaren möglich
Standort: Wärmeliebend; sonnige bis halbschattige Standorte; frische bis mässig trockene, nährstoffreiche Böden; nicht zu nahe an konkurrenzstarke Sträucher setzen
Ökologischer Wert: Blätter und Triebe für Säugetiere; Nektar und Pollen für Wildbestäuber (wichtiger Frühblüher); Früchte für Vögel und Säugetiere

Kreuzdorn
Botanischer Name: Rhamnus cathartica
Aussehen: Bis 6 m hoher, langsam wachsender, sparriger Wildstrauch mit Sprossdornen
Blüte: Kleine, gelbgrüne Einzelblüten im Mai
Frucht: Schwarze, beerenartige Steinfrüchte ab September bis November, giftig
Pflege: Nicht sehr schnittverträglich, nur wenn nötig im Frühjahr vorsichtig auslichten
Standort: Wärme- und lichtliebend; mässig trockene, basenreiche Lehm- und Steinböden; hitze- und trockenverträglich
Ökologischer Wert: Blätter als Raupennahrung; Nektar für Wildbestäuber; Früchte für Vögel und Säugetiere
Giftigkeit: Alle Pflanzenteile giftig

Liguster, Gemeiner
Botanischer Name: Ligustrum vulgare
Aussehen: Bis 5 m hoher Strauch oder als Hecke, sommer- bis wintergrün, reich verzweigt, langsam bis mittelschnell wachsend, als Formhecke geeignet
Blüte: Dichte, weisse Blütenrispen von Mai bis Juli
Frucht: Schwarze Beeren ab September, giftig
Pflege: Trockenverträglich; sehr schnittverträglich; Achtung: Pflanzensaft ist hautreizend!
Standort: Wärmeliebend, sonnige bis halbschattige Standorte; frische bis mässig trockene, basen- und kalkreiche Lehm- oder Tonböden
Ökologischer Wert: Blätter als Raupennahrung; Pollen und Nektar für Wildbestäuber; Früchte, Deckung und Nistplätze für Vögel und Kleinsäuger
Giftigkeit: Alle Pflanzenteile giftig

Mispel
Botanischer Name: Mespilus germanica
Aussehen: 3 – 5 m hoher Kleinbaum, oft mehrere kurze unregelmässige Stämme, stark verzweigt, langsam wachsend, ausladende Krone
Blüte: Weisse Blüten von Mai bis Juni
Frucht: Klein und apfelförmig, erst nach mehreren Frostereignissen weich werdend, geniessbar als Marmelade oder Saft
Pflege: Im Frühjahr wenig Kompost geben; junge Pflanzen mit Pfahl stützen; für eine gleichmässige Krone Erziehungsschnitt machen
Standort: Sonnig bis halbschattige Standorte; kalkhaltiger, nährstoffreicher, lehmiger Boden
Ökologischer Wert: Früchte für Vögel und Säugetiere

Pfaffenhütchen
Botanischer Name: Euonymus europaeus
Aussehen: 2 - 6 m hoher, aufrechter Strauch, mittelschnell wachsend; wunderschön für den farbigen Herbstgarten
Blüte: Grün-weisse Einzelblüten von Mai bis Juni
Frucht: Auffällig rosa-orangefarbene Kapseln, giftig
Pflege: Verträgt Auslichtungsschnitte gut; entwickelt sich aber am schönsten ohne Pflegeschnitte
Standort: Wärmeliebend, sonnige bis halbschattige Standorte; frische, nährstoff- und basenreiche Lehmböden; feuchte bis mässig trockene Standorte
Ökologischer Wert: Nektar für Fliegen, Wildbienen und Käfer; Früchte für Vögel und Säugetiere
Giftigkeit: Alle Pflanzenteile (insbesondere Früchte) giftig
Rote Heckenkirsche
Botanischer Name: Lonicera xylosteum
Aussehen: Bis 3 m hoher, breiter Strauch, reich verzweigt, als Formhecke geeignet
Blüte: Kleine, cremeweisse Blütenpaare von April bis Mai, angenehm duftend
Frucht: Scharlachrote, paarige Beeren ab Juni bis Juli, schwach giftig
Pflege: Bei anhaltender Trockenheit wässern; sehr schnittverträglich, wächst nach Pflegeschnitten dichter nach
Standort: Schattige bis halbschattige Standorte; frische, nährstoffreiche, kalkhaltige Lehmböden
Ökologischer Wert: Blätter als Raupennahrung; Nektar für Wildbestäuber; Beeren und Deckung für Vögel und Säugetiere
Giftigkeit: Alle Pflanzenteile schwach giftig

Sanddorn
Botanischer Name: Hippophae rhamnoides
Aussehen: 3-5 m hoher, kräftig und sparrig wachsender Strauch, mittelschnell wachsend, bedornt, silbernes Laub; macht Ausläufer
Blüte: Unscheinbare Blüten von April bis Mai
Frucht: Orange Früchte, geniessbar als Mus, Gelee, Konfitüre (nur wenn eine männliche und eine weibliche Pflanze vorhanden sind); trägt erst nach mehreren Jahren volle Ernte
Pflege: Wurzelausläufer frühzeitig abstechen oder Wurzelsperre erstellen; weibliche Pflanzen: alle zwei Jahre die abgeernteten Triebe zurückschneiden und auslichten; männliche ca. alle drei bis vier Jahre schonend zurückschneiden
Standort: Wärmeliebend, sonnige Standorte; durchlässige, kalkhaltige, sandige Böden
Ökologischer Wert: Früchte für Vögel und Säugetiere

Schneeball, Gemeiner
Botanischer Name: Viburnum opulus
Aussehen: Bis 4 m hoher, ausladender Wildstrauch, mittelschnell wachsend, weinrote Herbstfärbung
Blüte: Flache, weisse Trugdolden mit grösseren Randblüten von April bis Mai
Frucht: Scharlachrote Beeren ab August, schwach giftig (v.a. unreife Beeren)
Pflege: Pflegeleicht; Auslichtungsschnitt bei Bedarf, nach max. sechs Jahren grosszügig verjüngen
Standort: Eher wärmeliebend, halbschattige bis sonnige Standorte; bevorzugt sickerfeuchte, nährstoffreiche Böden
Ökologischer Wert: Blüte als Nektar für Käfer und Fliegen; Früchte für Vögel und Säugetiere
Giftigkeit: Alle Pflanzenteile giftig

Schneeball, Wolliger
Botanischer Name: Viburnum lantana
Aussehen: Bis 4 m hoher Strauch, langsam wachsend, reich verzweigt, in wintermilden Lagen wintergrün
Blüte: Viele kleine, weisse Blüten in Trugdolde von April bis Mai; blühen auch nach Jahren noch zuverlässig
Frucht: Zuerst grüne, dann rote, dann schwarze Beeren ab August, schwach giftig (v.a. unreife Beeren)
Pflege: Anspruchslos, stadtklimafest; Pflegeschnitte bei Bedarf; schnittverträglich
Standort: Eher wärmeliebend, sonnige bis halbschattige Standorte; mässig frische bis mässig trockene, basen- und kalkreiche Lehm- und Tonböden
Ökologischer Wert: Blätter als Käfernahrung; Nektar für Wildbestäuber; Beeren für Vögel und Säugetiere
Giftigkeit: Alle Pflanzenteile giftig

Schwarzdorn / Schlehe
Botanischer Name: Prunus spinosa
Aussehen: Bis 4 m hoher Strauch, langsam wachsend, sparrig verzweigt, stark dornig, macht Ausläufer
Blüte: Weisse Einzelblüten von April bis Mai
Frucht: Kugelige, blaue Früchte (Schlehen) ab September, geniessbar u.a. als Konfitüre, Kompott, Likör (erst nach Frost werden sie mild-süss)
Pflege: Allenfalls Wurzelsperre erstellen wegen Ausläufern; Rückschnitt nach Bedarf; reagiert bei Stockschnitt mit verstärkter Ausläuferbildung
Standort: Wärmeliebend, sonnige Standorte; frische bis mässig trockene, kalkreiche Lehmböden; hitze- und trockenverträglich
Ökologischer Wert: Blätter als Raupennahrung; Nektar für Wildbestäuber; Früchte für Vögel und Säugetiere; Deckung und Nistplätze für Vögel und Kleinsäuger

Schwarzer Holunder
Botanischer Name: Sambucus nigra
Aussehen: Bis 10 m hoher mehrstämmiger Strauch oder kleinbaum, ausladend, oft krumm verwachsen
Blüte: Viele weisse Blüten in Trugdolden ab Mai
Frucht: Blauschwarze, kugelige, würzige Früchte ab August; gekocht geniessbar, roh schwach giftig
Pflege: Regelmässig auslichten für maximalen Fruchtertrag; abgetragene Triebe im Herbst stark zurückschneiden; Achtung: Blüten und Früchte wachsen nur am zweijährigen Holz
Standort: Wärmeliebend, sonnige bis halbschattige Standorte; bevorzugt frische, nährstoffreiche Böden
Ökologischer Wert: Blätter für Raupen; Pollen für Käfer und Fliegen; Früchte für Vögel und Säugetiere
Verwendung: Blüten als Tee, für Sirup, Saft, Gelee; Beeren für Sirup, Kompott, Saft

Traubenkirsche
Botanischer Name: Prunus padus
Aussehen: 8 – 10 m hoher Strauch oder Baum, oft mehrstämmig, schnellwachsend; schmalkronig
Blüte: Weisse Blütentrauben ab April, intensiver Honigduft
Frucht: Rotschwarze Steinfrüchte, essbar (ohne Kern!); Kern und übrige Pflanzenteile giftig
Pflege: V.a. Jungpflanzen bei Trockenheit gut wässern; regelmässiger Auslichtungsschnitt im Frühjahr nötig, um ein Wuchern zu verhindern
Standort: Halbschattige Standorte; frische bis nasse, nährstoff- und basenreiche Lehmböden; empfindlich auf Bodenverdichtung (Flachwurzler)
Ökologischer Wert: Nektar für Wildbestäuber; Blätter als Raupennahrung; Rinde als Nahrung für Käferlarven; Früchte für Vögel und Säugetiere
Verwendung: Früchte als Konfitüre, Mus, Gelee, Kompott (giftigen Kern entfernen); Blüten kandieren

Vogelbeere / Eberesche
Botanischer Name: Sorbus aucuparia
Aussehen: 5 bis 15 m hoher, oft mehrstämmiger Strauch oder Kleinbaum, schnellwachsend
Blüte: Kleine, weisse Blüten in Trugdolden ab Mai
Frucht: Unreife Früchte schwach giftig, Beeren reif ab August, nach dem Kochen oder Einfrieren z.B. als Konfitüre essbar
Pflege: Anspruchslos; jüngere Pflanzen sind leicht trockenempfindlich, im ersten Sommer ggf. bewässern; Rückschnitt nach Bedarf zwischen Herbst und Anfang Frühjahr, Äste nicht zu dicht wachsen lassen
Standort: Sonnige bis halbschattige Standorte; mässig trockene bis frische, basenarme, humose Sand- und Lehmböden
Ökologischer Wert: Nektar für Wildbienen und Fliegen; Früchte als Nahrung für Vögel und Säugetiere

Weiden, div. Arten
Arten: Salweide (Salix caprea), Purpurweide (Salix purpurea), Korbweide (Salix viminalis)
Aussehen: je nach Art 6 bis 8 m grosser Grossstrauch oder Kleinbaum; breitovale Blätter (Salweide), längliche Blätter mit purpurfarbigen Zweigen (Purpurweide); dunkelgrüne, lanzettliche Blätter (Korbweide)
Blüte: Weidenkätzchen mit gelben (Salweide), roten (Purpurweide) oder silberweissen (Korbweide) Haaren
Frucht: ungeniessbare Fruchtkapseln ab Juni bis Juli
Pflege: sehr schnittverträglich, schlagen schnell und dicht wieder aus (Korbweide: auch Kopfschnitt möglich); bei den anderen Weidenarten Auslichtungsschnitte im Herbst oder Frühjahr
Standort: alle Weidenarten auf sonnigen Standorten; Salweide auf mässig trockenen bis feuchten Böden, verträgt keine Überschwemmungen; Purpurweide und Korbweide sind Auenpflanzen, die an wechselnde Feuchte angepasst sind
Ökologischer Wert: Sehr wichtig als erste Nahrung für Bienen im Frühjahr; Saft für Käfer; Blätter für Käfer und Raupen; Nistplatz für Vögel

Weissdorn, Ein-/Zweigrifflig
Botanischer Name: Crataegus monogyna / laevigata
Aussehen: Mittelgrosser Strauch, als Formhecke geeignet; mittelschnell wachsend, mit Sprossdornen; Blätter klein und tief fiederartig eingeschnitten (C. monogyna), bzw. wenig geteilt (C. laevigata)
Blüte: Viele weisse Blütentrugdolden, Mai bis Juni
Frucht: Kleine, rote, beerenartige Früchte mit gelbem Fruchtfleisch ab September, für Konfitüre, Kompott, Gelee
Pflege: Junge Pflanzen während längeren Trockenperioden wässern; wächst am schönsten ohne Schnitt, jedoch sehr schnittverträglich; während ersten drei Jahren nicht schneiden
Standort: Wärmeliebend, sonnige bis halbschattige Standorte; mässig trockene bis frische, kalkreiche Lehmböden
Ökologischer Wert: Blätter als Raupennahrung; Nektar für Wildbestäuber aller Art; Beeren für Vögel und Säugetiere; Nistplatz für Vögel
Wildrosen, div. Arten
Arten: Kriech-/Feldrose (Rosa arvensis), Hundsrose (Rosa canina), Bereifte Rose (Rosa glauca), Weinrose (Rosa rubiginosa)
Aussehen: Je nach Art 2 – 4 m hoch, schnell wachsend, teilweise kriechend, meist hochklimmend; Stacheln
Blüte: Je nach Art weiss (R. arvensis), hellrosa (R. canina), innen weiss und aussen rosa (R. glauca) oder tiefrosa (R. rubiginosa)
Frucht: Rote Einzelfrüchte (Hagebutten) ab August bis Oktober, geniessbar als Kompott, Konfitüre, Sirup, Tee, Most, Wein, Likör...
Pflege: Regelmässiger Schnitt fördert die Bildung von Hagebutten; dazu alte Triebe (über 3-jährig) entfernen, da diese keine Hagebutten mehr tragen
Standort: Wärmeliebend, sonnige bis halbschattige Standorte; kalkreiche, magere, steinige Lehmböden
Ökologischer Wert: Blätter für Raupen und als Baumaterial für Bienenbrutzellen; Pollen für Käfer und Wildbienen; Früchte für Vögel und Kleinsäuger

Kriech/Feldrose Hundsrose Bereifte Rose Weinrose